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Presseberichte Taunuszeitung 12.01.2004 Trio Terz begeistert das Publikum mit Musik der ungewöhnlichen Töne Von Christoph Rech Oberursel. Mit Klezmer und Folklore aus Ost- und Südeuropa begeisterte das Frankfurter Trio "Terz" die Gäste im Artcafe Macondo. Die dreiköpfige Besetzung mit Geige, Akkordeon und Klarinette vermittelte eine interessante Begegnung mit der Musik und Kultur jüdischen Ursprungs in der voll besetzten Szenekneipe. "Terz" spielen unter anderem verschiedene Tänze, darunter auch den "Kolomeyke" nach der gleichnamigen Stadt in der Ukraine. Ein anderes Instrumentalstück heißt "Eine Nacht im Garten Eden". Viel Anklang im Publikum findet auch die "Grine Kuzine", ein kritisches Stück, das die aussichtslose Suche jüdischer Auswanderer nach ihrem Glück thematisiert. Das Trio um Heike Bachmann, Andrea Emeritzy und Birgit Pfau begeistert mit reichlich Spiellaune. Mal spielen die Instrumente zusammen, mal spielen sie gegeneinander oder im Dialog. Die "Goldene Hochzeit" handelt von Streit und Versöhnung in einer langjährigen Ehe. Passend an einigen Stellen lässt dann Andrea Emeritzy ihre Klarinette ertönen, als bringe sie ihr Instrument zum Lachen. Wie auf einer Gratwanderung bewegt sich das Trio zwischen Heiterkeit und Melancholie und beherrscht die für westeuropäische Ohren ungewöhnlichen Tonleitern und Skalen mit Vorliebe für ungerade Takte. Zwischendurch gibt es aber auch ein reines Gesangsstück, das das Frauen Trio in serbischer Sprache präsentiert. Auch hierfür zollt das Publikum reichlich Applaus. (...) Der Bruchköbler Ausgabe 10, 10.September 2004 Klezmer, Tanz und Pyrotechnik (mr) Von Martin Reisbeck. Hanau, 6.09.2004. (...) "Terz" besteht aus drei reizenden Frauen, die ihre Zuhörer wie im Klezmer üblich, selbstredend ausschließlich mit akustischen Instrumenten schwindlig spielen. So hörten wir in den Spiralen der Soloinstrumente einen nur selten langsamen, dafür aber stets kraftvollen Rhythmus des Akkordeons der Frankfurterin Heike Bachmann (38), die bereits seit ihrer Kindheit auf diesem Instrument musiziert. Doch nicht nur für den treibenden Rhythmus hat Heike ihr Instrument vor den Körper geschnallt. Sie fand in all der Basisarbeit, die Virtuosität ihrer Mitspielerinnen zu tragen, auch immer noch die Leichtigkeit, ihre solistische Brillanz auf diesem Instrument auszuleben. Auch die in Bad Schwalbach geborene Andrea Emeritzy (34) schöpft (...) das Potential der Klarinette bravourös aus. Ihr Instrument wimmert gar jämmerlich an den Lippen der Klezmorim, bevor es in die abgrundtiefen Regionen entsetzlicher Melancholie fällt, um sich sogleich in kühnen Phrasen hinaufzuschrauben in die erfrischenden Höhen überschäumender Lebensfreude. In diesem Auf und Ab erscheinen die Melodien wild archaisch und oft so sinnlich, dass man einfach nicht umhin kommt, unwillkürlich seine Begleiterin in den Arm zu nehmen. Die Töne sind galaktisch weit entfernt von der strengen Selbstbeschränkung, in der man das Instrument bei einem Blasorchester darben hören kann (...) Die aus dieser Musik nicht wegzudenkende Geige wird von der im Trio einzigen studierten Musikerin gespielt. Die Hamburgerin Birgit Pfau (39) versteckt sich kein bisschen hinter ihren Bühnenschwestern. Wenn sie sich nicht gerade in wilden Soli befindet, die sie mit einer un- wahrscheinlichen Leichtigkeit auflegt, stützt sie mit ihrem Instrument souverän den Rhythmus. Damit bekommt das Akkordeon auch mal die Finger frei. um vielleicht mit einem herz- zerreißenden Solo zu brillieren. Bei aller Wildheit, die Birgit Ihrem Instrument entlockt, wirkt sie doch stets absolut diszipliniert und unaufgeregt. Wenn man allerdings versucht sie sich in einem Orchestergraben der Kunstmusik vorzustellen, tut es einem unwillkürlich leid um die in ihren virtuosen Händen vollkommen enthemmte Fidel. (...) Der Klezmer ist lebendig. Sein Funken springt fühlbar auf das Publikum über. Auf dem Bürgerfest hat man das an den Tänzern gesehen, die sich fröhlich ausgelassen vor dem Trio tummelten. Als dann Birgit noch zur Tarantella aufrief, erhoben sich schließlich auch all die, die sich vorher nicht recht getraut hatten. Der Tanz ist wahrlich nicht schwer und war schnell erklärt. Damit entwickelte sich vor der Bühne genau das Treiben blanker Lebenslust (...) "Terz" schüttelt das süße Leben einfach aus den Instrumenten heraus und verteilt es großzügig unter dem Publikum. Als gäbe es das alles im Überfluss. Ein lauter "Bumm" kündete vom beginnenden Feuerwerk (...) die Fusion der beiden lebendigen Künste, der musikalischen und der pyromanischen, war dermaßen prall sinnlich, dass einigen Bürgerfestbesuchern gar die Tränen kamen. Terz und Reymann waren das Größte, was das Hanauer Bürgerfest während seiner 44 jährigen Veranstaltungsgeschichte je hergegeben hat. (...) Langenselbolder Zeitung vom 14.01.2003 Zum Auftakt [der städtischen Veranstaltungsreihe Kino a´la carte] wurde im Keller des Langenselbolder Schlosses erst einmal eine halbe Stunde vom Feinsten Musik geboten. "Terz", drei Musikerinnen, warteten mit Klezmer, Balkan- und italienischen Liedern für Geige Akkordeon und Klarinette auf. (...) |